Gummiköder
Gummiköder günstig kaufen – Moderne Softbaits für Barsch, Zander und Hecht
Gummiköder gehören zu den erfolgreichsten Kunstködern im modernen Raubfischangeln und lassen sich extrem vielseitig einsetzen. Egal ob Gummifische, Pintails, Creature Baits, Craws oder No Action Shads – für nahezu jede Angelsituation und jeden Zielfisch gibt es den passenden Softbait. Besonders beim Jiggen, Faulenzen, Finesse-Angeln oder modernen Techniken wie Ned Rig und Carolina Rig spielen hochwertige Gummiköder ihre Stärken perfekt aus. Durch unterschiedliche Größen, Laufverhalten und Gummimischungen eignen sich moderne Softbaits ideal für Barsch, Zander, Hecht und Forelle. Wer hochwertige Gummiköder günstig kaufen möchte, findet hier eine große Auswahl moderner Softbaits für nahezu jede Technik am Wasser.
Balzer
- Balzer Killer Frog
- Balzer Pike Collector Shad
- Balzer Shirasu Booster Shad 2.0
- Balzer Shirasu Clone Frog
- Balzer Shirasu Clone Shad
- Balzer Shirasu Collector
- Balzer Shirasu Kauli 2.0
- Balzer Shirasu Print Shad
- Balzer Shirasu Reptile Shad
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- Balzer Shirasu Z Shad
- Balzer Trout Collector Serie
Keitech Gummiköder
- Keitech Crazy Flapper
- Keitech Custom Leech 3"
- Keitech Easy Shaker 4,5"
- Keitech Easy Shiner
- Keitech Flex Chunk 3 & 4"
- Keitech Hog Impact
- Keitech Hyper Spider 3,2"
- Keitech Little Spider
- Keitech Live Impact
- Keitech Mad Wag Mini & Slim
- Keitech Neco Camaron 5,5"
- Keitech Noisy Flapper 3,5"
- Keitech Paddlin Beaver 3,5"
- Keitech Sexy Impact
- Keitech Shad Impact
- Keitech Swing Impact
- Keitech Swing Impact FAT
Relax
- Relax Kopyto 1" 3,5 cm
- Relax Kopyto 2,5" 6,2 cm
- Relax Kopyto 2" 5 cm
- Relax Kopyto 3" 8cm
- Relax Kopyto 4" Classic L 11cm
- Relax Kopyto 4" River 11cm
- Relax Kopyto 5" River 13cm
- Relax Kopyto 6" River 16 cm
- Relax Kopyto 9 " Xtra Soft 23cm
- Relax Twister 1"
- Relax Twister 2,5"
- Relax Twister 2" Double Tail
- Relax Twister 3" Double Tail
- Relax Twister 4"
Westin
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- Westin BullTeez Shadtail
- Westin Crecraw Creaturebait
- Westin Crecraw Ripplr
- Westin Gunnar The Goby
- Westin NED Worm
- Westin NED Worm Curltail
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- Westin Ricky The Roach Multi Jointed R2F
- Westin Ricky The Roach Shadtail R2F
- Westin ShadTeez
- Westin Shadteez R 'N R Clear/Dark Water Mix
- Westin Shadteez R2F 16cm
- Westin ShadTeez Slim
- Westin Shadteez Slim R 'N R Clear/Dark Water Mix
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- Westin Tommy the Trout Inline
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Gummiköder – Moderne Softbaits für Barsch, Zander und Hecht
Gummiköder gehören zu den erfolgreichsten und vielseitigsten Kunstködern im modernen Raubfischangeln. Durch die große Auswahl an Formen, Größen, Farben und Gummimischungen lassen sie sich gezielt an unterschiedliche Zielfische, Gewässer und Angeltechniken anpassen. Ob beim klassischen Jiggen und Faulenzen, beim gleichmäßigen Einholen, am Finesse-Rig oder beim gezielten Angeln im Mittelwasser – für nahezu jede Situation gibt es den passenden Softbait.
Der Begriff Gummiköder umfasst dabei weit mehr als den klassischen Gummifisch mit Schaufelschwanz. Auch Pintails, No-Action-Shads, Craws, Creature Baits, Twister, V-Tails, Würmer und spezielle Finesse-Köder gehören zu dieser vielseitigen Ködergruppe. Die unterschiedlichen Formen erzeugen völlig verschiedene Bewegungen und können von auffällig und druckvoll bis besonders dezent geführt werden.
Action Shads – Gummifische mit Paddle Tail
Action Shads besitzen einen beweglichen Paddle Tail beziehungsweise Schaufelschwanz, der bereits beim Absinken und gleichmäßigen Einholen arbeitet. Durch den Wasserwiderstand schlägt der Schwanz von einer Seite zur anderen und erzeugt sichtbare Bewegungen und Druckwellen. Je nach Körperform kann sich diese Aktion zusätzlich auf den gesamten Gummifisch übertragen und ein deutliches Rollen über die Längsachse erzeugen.
Action Shads sind besonders vielseitig und eignen sich für das Jiggen, Faulenzen, gleichmäßige Einkurbeln, Vertikalangeln und pelagische Angeln. Kleine Modelle sind hervorragende Köder für Barsche und Zander, während große Gummifische ab etwa 15 cm besonders häufig beim gezielten Hechtangeln eingesetzt werden.
Pintails – Dezente Köder für kontrollierte Bewegungen
Pintails besitzen einen geraden, schmal zulaufenden Schwanz und erzeugen deutlich weniger Eigenaktion als klassische Action Shads. Ihre Bewegung entsteht vor allem durch die Führung des Anglers, leichte Rutenschläge, Strömung oder feine Vibrationen der Rutenspitze. Dadurch lassen sie sich besonders natürlich und kontrolliert präsentieren.
Pintails eignen sich hervorragend für das Dropshot Rig, das Midstrolling, das Soft Jerking und die Montage an Dart Jigs. Außerdem sind sie ausgezeichnete Trailer für Chatterbaits und Spinnerbaits, da ihr schlanker Körper die Aktion des Hauptköders nur wenig beeinflusst.
No-Action-Shads – Wenig Eigenaktion für vorsichtige Räuber
No-Action-Shads besitzen keinen ausgeprägten Paddle Tail und arbeiten beim gleichmäßigen Einholen deutlich dezenter als Action Shads. Je nach Modell besitzen sie einen geraden Schwanz, einen kleinen V-Tail oder eine andere zurückhaltende Schwanzform. Die gewünschte Aktion wird hauptsächlich durch Zittern, Zupfen oder feine Bewegungen der Montage erzeugt.
Diese Köderform ist besonders interessant bei kaltem Wasser, hohem Angeldruck und vorsichtig fressenden Fischen. No-Action-Shads eignen sich unter anderem für das Dropshot Rig, Midstrolling, vertikale Präsentationen und leichte Jigköpfe. Besonders Barsche und Zander reagieren häufig sehr gut auf die unaufdringliche Bewegung.
Craws und Creature Baits – Krebse und Bodenlebewesen imitieren
Craws und Creature Baits besitzen häufig Scheren, Fühler, Beine, Rippen oder weitere bewegliche Anhänge. Craws orientieren sich meist an der Form eines Krebses, während Creature Baits verschiedene Eigenschaften von Krebsen, Larven, Insekten und anderen Beutetieren kombinieren können.
Sie eignen sich besonders für langsame und grundnahe Präsentationen am Texas Rig, Carolina Rig, Free Rig und Ned Rig. Außerdem lassen sie sich am Jigkopf oder weedless an einem Offset-Haken montieren und als Trailer für Chatterbaits oder Spinnerbaits verwenden.
Twister und Curly Tails – Auffällige Aktion bei langsamer Führung
Twister und Curly Tails besitzen einen gebogenen Twisterschwanz, der sich beim Einholen und Absinken entfaltet und lebhaft bewegt. Diese Köder erzeugen bereits bei langsamer Geschwindigkeit eine deutlich sichtbare Aktion und können dadurch auch bei geringer Aktivität der Fische sehr erfolgreich sein.
Kleine Twister eignen sich für Barsch, Forelle und Zander, während große Curly Tails auch sehr gute Hechtköder sind. Sie können klassisch am Jigkopf, an verschiedenen Schraubsystemen oder als Trailer eingesetzt werden. Gerade bei langsamer Führung und im trüben Wasser sorgt der arbeitende Twisterschwanz für einen gut wahrnehmbaren Reiz.
V-Tails und Forktails für Mittelwasser und Vertikalangeln
V-Tails und gegabelte Forktails besitzen eine V-förmige Schwanzpartie und erzeugen eine dezente, zitternde Bewegung. Sie imitieren häufig kleine Beutefische und eignen sich besonders für vertikale Präsentationen, das pelagische Angeln, Dropshot und Midstrolling.
Durch ihre geringe Eigenaktion reagieren diese Köder sehr präzise auf feine Rutenschläge. Sie sind eine gute Wahl, wenn die Räuber kleine Beutefische verfolgen oder stark arbeitende Köder ignorieren.
Gummiwürmer und Stickbaits für Finesse-Rigs
Gummiwürmer und Stickbaits besitzen meist eine einfache und längliche Körperform. Gerade diese zurückhaltende Optik macht sie an vielen Finesse-Rigs besonders erfolgreich. Sie können am Texas Rig, Carolina Rig, Ned Rig, Dropshot Rig oder nahezu schwerelos an einem Offset-Haken präsentiert werden.
Viele Modelle bewegen sich beim Absinken leicht taumelnd oder zittern bereits bei kleinsten Bewegungen. Sie eignen sich besonders für vorsichtige Barsche und Zander, können in größeren Ausführungen aber auch beim Hechtangeln eingesetzt werden.
Welche Gummiköder-Größe passt zum Zielfisch?
Gummiköder zwischen etwa 2 und 4 Inch sind besonders vielseitig und lassen sich in Kanälen, Flüssen, Seen, Häfen und Baggerseen einsetzen. Sie eignen sich vor allem für Barsche und Zander, können aber auch Forellen und andere kleinere Räuber ansprechen.
Köder unter etwa 15 cm werden besonders häufig auf Barsch und Zander eingesetzt. Ab etwa 15 cm rückt der Hecht stärker in den Mittelpunkt. Große Gummifische zwischen 15 und 25 cm erzeugen eine kräftige Silhouette und lassen sich am Jigkopf, Shallow Rig oder an Schraubsystemen präsentieren.
Die passende Ködergröße hängt jedoch nicht nur vom Zielfisch ab. Auch das vorhandene Beutespektrum, die Jahreszeit, die Sichttiefe und die Aktivität der Fische spielen eine wichtige Rolle. Große Räuber können zeitweise sehr kleine Köder bevorzugen, während kleinere Barsche durchaus voluminöse Gummifische attackieren.
Gummiköder am Jigkopf montieren
Die klassische Montage eines Gummiköders erfolgt an einem Jigkopf. Dabei wird der Haken mittig und gerade durch den Köder geführt. Eine schiefe Montage kann das Laufverhalten negativ beeinflussen und dazu führen, dass der Gummifisch rotiert oder unnatürlich durch das Wasser läuft.
Der Jighaken sollte nicht unnötig weit nach hinten reichen. Ein zu langer Haken kann die Beweglichkeit des Köderkörpers und des Schwanzes einschränken. Als ungefähre Orientierung gelten folgende Größen:
- Größe 4: circa 3–5 cm
- Größe 2: circa 4–6 cm
- Größe 1: circa 5–7 cm
- Größe 2/0: circa 7–10 cm
- Größe 3/0: circa 9–12 cm
- Größe 4/0: circa 11–15 cm
- Größe 5/0: circa 13–18 cm
- Größe 6/0: circa 15–21 cm
- Größe 8/0: circa 18–25 cm
Die Größenangaben sind lediglich Richtwerte. Jighaken können je nach Hersteller, Hakenform, Hakenbogen und Drahtstärke unterschiedlich ausfallen – ähnlich wie Schuhe verschiedener Marken. Auch ein schlanker Pintail benötigt häufig eine andere Hakengröße als ein breiter und hochrückiger Action Shad derselben Länge.
Weedless mit Offset-Haken angeln
In Kraut, Totholz und anderen hindernisreichen Bereichen können Gummiköder weedless auf einem Offset-Haken montiert werden. Dabei liegt die Hakenspitze eng am oder leicht im Köderkörper an. Beim Biss gibt das weiche Material nach und die Hakenspitze wird freigegeben.
Die passende Offset-Haken-Größe hängt nicht nur von der Köderlänge, sondern auch von der Breite, Höhe und Körperstärke des Gummiköders ab. Besonders breite oder stark gerippte Creature Baits benötigen ausreichend Platz im Hakenbogen, damit der Köder beim Biss nachgeben kann.
Das richtige Jigkopf- und Rig-Gewicht
Das Gewicht sollte grundsätzlich so leicht wie möglich, aber so schwer wie nötig gewählt werden. Entscheidend sind Wassertiefe, Wind, Strömung, Ködergröße und die gewünschte Führung. Beim Jiggen und Faulenzen muss der Grundkontakt noch zuverlässig wahrgenommen werden. Beim Midstrolling oder pelagischen Angeln ist dagegen häufig ein besonders leichter Kopf gefragt, damit der Köder möglichst langsam und natürlich durch die Wassersäule läuft.
Bei verschiedenen Finesse-Rigs angle ich besonders gerne mit Tungsten-Gewichten. Tungsten ist bei gleichem Gewicht deutlich kleiner als Blei und ermöglicht dadurch eine kompaktere und unauffälligere Montage. Durch das kleinere Volumen lassen sich die Gewichte häufig weiter und präziser werfen.
Tungsten ist außerdem deutlich härter als Blei und überträgt den Kontakt zu Steinen, Muscheln und anderen Bodenstrukturen besonders direkt. Das Material verformt sich kaum und ist dadurch formstabil und langlebig. Blei ist dagegen deutlich günstiger und in vielen Größen gut erhältlich.
Marius Expertentipps zur Köderwahl und Führung
Wenn ich ein Gewässer zunächst absuchen möchte, greife ich häufig zu einem Action Shad. Der Paddle Tail arbeitet bereits beim gleichmäßigen Einholen und ermöglicht es, unterschiedliche Tiefen und größere Wasserflächen schnell zu befischen. Habe ich die Fische gefunden oder reagieren sie vorsichtig, wechsle ich häufig auf einen Pintail, No-Action-Shad oder einen langsam geführten Creature Bait.
Craws und Creature Baits fische ich meistens deutlich langsamer als klassische Gummifische. Kleine Bewegungen und lange Pausen sind besonders am Texas Rig, Carolina Rig, Free Rig und Ned Rig häufig erfolgreicher als eine hektische Führung.
Pintails gehören für mich zu den vielseitigsten Ködern überhaupt. Sie funktionieren hervorragend am Dropshot Rig und beim Midstrolling, lassen sich aggressiv am Dart Jig oder beim Soft Jerking führen und eignen sich zudem sehr gut als Trailer für Chatterbaits und Spinnerbaits.
Bei Hechtgefahr sollte immer ein hechtsicheres Vorfach aus Stahl oder Titan verwendet werden. Bei größeren Gummifischen kann zusätzlich ein Stinger sinnvoll sein. Der Stinger wird passend zur Ködergröße eher in der hinteren Hälfte angebracht, während der Jig- oder Systemhaken nicht unnötig lang gewählt werden sollte. Der Stinger darf außerdem nicht zu straff montiert sein, da dies die Köderaktion beeinträchtigen kann.
Das zeichnet Gummiköder aus
- Große Auswahl an Formen, Größen und Laufverhalten
- Für Barsch, Zander, Hecht, Forelle und weitere Räuber geeignet
- Vom stark arbeitenden Action Shad bis zum dezenten Pintail erhältlich
- Zum Jiggen, Faulenzen und gleichmäßigen Einkurbeln geeignet
- Ideal für Dropshot, Midstrolling und moderne Finesse-Rigs
- Am Jigkopf, Offset-Haken oder verschiedenen Schraubsystemen montierbar
- Auch als Trailer für Chatterbaits und Spinnerbaits einsetzbar
- Für nahezu alle üblichen Gewässertypen geeignet
Häufige Fragen zu Gummiködern
Welcher Gummiköder eignet sich für Einsteiger?
Ein klassischer Action Shad ist besonders leicht zu führen, da sein Paddle Tail bereits beim gleichmäßigen Einkurbeln arbeitet. Dadurch eignet er sich hervorragend für den Einstieg in das Gummifischangeln.
Was ist der Unterschied zwischen Action Shads und Pintails?
Action Shads besitzen einen Paddle Tail und erzeugen bereits beim Einholen eine deutliche Eigenaktion. Pintails besitzen einen geraden, schmalen Schwanz und werden hauptsächlich durch Rutenschläge, Strömung oder feine Vibrationen animiert.
Welche Gummiköder eignen sich für Finesse-Rigs?
Besonders gut eignen sich Pintails, No-Action-Shads, Craws, Creature Baits, Würmer und kompakte Stickbaits. Die passende Form hängt vom verwendeten Rig, dem Gewässer und dem Verhalten der Fische ab.
Blei oder Tungsten – welches Material ist besser?
Tungsten ist bei gleichem Gewicht deutlich kleiner als Blei und sorgt für eine kompaktere, unauffälligere Montage. Das härtere Material bietet außerdem eine direktere Rückmeldung und verformt sich kaum. Blei ist dagegen günstiger und in vielen Größen gut verfügbar.
Welche Jighaken-Größe passt zum Gummiköder?
Die passende Größe richtet sich nach der Länge und Körperform des Köders. Größenangaben können nur als Richtwerte dienen, da Haken je nach Hersteller und Modell unterschiedlich ausfallen und schlanke Köder andere Anforderungen haben als breite oder hochrückige Gummifische.
Was ist das Fazit zu Gummiködern?
Gummiköder bieten für nahezu jeden Zielfisch und jede Angelsituation eine passende Lösung. Durch die Wahl der richtigen Form, Größe, Montage und Führung lassen sie sich vom aktiven Absuchen großer Wasserflächen bis zur langsamen Präsentation an einem kleinen Hotspot einsetzen.
Gummiköder – Moderne Softbaits für Barsch, Zander und Hecht
Gummiköder gehören zu den erfolgreichsten und vielseitigsten Kunstködern im modernen Raubfischangeln. Durch die große Auswahl an Formen, Größen, Farben und Gummimischungen lassen sie sich gezielt an unterschiedliche Zielfische, Gewässer und Angeltechniken anpassen. Ob beim klassischen Jiggen und Faulenzen, beim gleichmäßigen Einholen, am Finesse-Rig oder beim gezielten Angeln im Mittelwasser – für nahezu jede Situation gibt es den passenden Softbait.
Der Begriff Gummiköder umfasst dabei weit mehr als den klassischen Gummifisch mit Schaufelschwanz. Auch Pintails, No-Action-Shads, Craws, Creature Baits, Twister, V-Tails, Würmer und spezielle Finesse-Köder gehören zu dieser vielseitigen Ködergruppe. Die unterschiedlichen Formen erzeugen völlig verschiedene Bewegungen und können von auffällig und druckvoll bis besonders dezent geführt werden.
Action Shads – Gummifische mit Paddle Tail
Action Shads besitzen einen beweglichen Paddle Tail beziehungsweise Schaufelschwanz, der bereits beim Absinken und gleichmäßigen Einholen arbeitet. Durch den Wasserwiderstand schlägt der Schwanz von einer Seite zur anderen und erzeugt sichtbare Bewegungen und Druckwellen. Je nach Körperform kann sich diese Aktion zusätzlich auf den gesamten Gummifisch übertragen und ein deutliches Rollen über die Längsachse erzeugen.
Action Shads sind besonders vielseitig und eignen sich für das Jiggen, Faulenzen, gleichmäßige Einkurbeln, Vertikalangeln und pelagische Angeln. Kleine Modelle sind hervorragende Köder für Barsche und Zander, während große Gummifische ab etwa 15 cm besonders häufig beim gezielten Hechtangeln eingesetzt werden.
Pintails – Dezente Köder für kontrollierte Bewegungen
Pintails besitzen einen geraden, schmal zulaufenden Schwanz und erzeugen deutlich weniger Eigenaktion als klassische Action Shads. Ihre Bewegung entsteht vor allem durch die Führung des Anglers, leichte Rutenschläge, Strömung oder feine Vibrationen der Rutenspitze. Dadurch lassen sie sich besonders natürlich und kontrolliert präsentieren.
Pintails eignen sich hervorragend für das Dropshot Rig, das Midstrolling, das Soft Jerking und die Montage an Dart Jigs. Außerdem sind sie ausgezeichnete Trailer für Chatterbaits und Spinnerbaits, da ihr schlanker Körper die Aktion des Hauptköders nur wenig beeinflusst.
No-Action-Shads – Wenig Eigenaktion für vorsichtige Räuber
No-Action-Shads besitzen keinen ausgeprägten Paddle Tail und arbeiten beim gleichmäßigen Einholen deutlich dezenter als Action Shads. Je nach Modell besitzen sie einen geraden Schwanz, einen kleinen V-Tail oder eine andere zurückhaltende Schwanzform. Die gewünschte Aktion wird hauptsächlich durch Zittern, Zupfen oder feine Bewegungen der Montage erzeugt.
Diese Köderform ist besonders interessant bei kaltem Wasser, hohem Angeldruck und vorsichtig fressenden Fischen. No-Action-Shads eignen sich unter anderem für das Dropshot Rig, Midstrolling, vertikale Präsentationen und leichte Jigköpfe. Besonders Barsche und Zander reagieren häufig sehr gut auf die unaufdringliche Bewegung.
Craws und Creature Baits – Krebse und Bodenlebewesen imitieren
Craws und Creature Baits besitzen häufig Scheren, Fühler, Beine, Rippen oder weitere bewegliche Anhänge. Craws orientieren sich meist an der Form eines Krebses, während Creature Baits verschiedene Eigenschaften von Krebsen, Larven, Insekten und anderen Beutetieren kombinieren können.
Sie eignen sich besonders für langsame und grundnahe Präsentationen am Texas Rig, Carolina Rig, Free Rig und Ned Rig. Außerdem lassen sie sich am Jigkopf oder weedless an einem Offset-Haken montieren und als Trailer für Chatterbaits oder Spinnerbaits verwenden.
Twister und Curly Tails – Auffällige Aktion bei langsamer Führung
Twister und Curly Tails besitzen einen gebogenen Twisterschwanz, der sich beim Einholen und Absinken entfaltet und lebhaft bewegt. Diese Köder erzeugen bereits bei langsamer Geschwindigkeit eine deutlich sichtbare Aktion und können dadurch auch bei geringer Aktivität der Fische sehr erfolgreich sein.
Kleine Twister eignen sich für Barsch, Forelle und Zander, während große Curly Tails auch sehr gute Hechtköder sind. Sie können klassisch am Jigkopf, an verschiedenen Schraubsystemen oder als Trailer eingesetzt werden. Gerade bei langsamer Führung und im trüben Wasser sorgt der arbeitende Twisterschwanz für einen gut wahrnehmbaren Reiz.
V-Tails und Forktails für Mittelwasser und Vertikalangeln
V-Tails und gegabelte Forktails besitzen eine V-förmige Schwanzpartie und erzeugen eine dezente, zitternde Bewegung. Sie imitieren häufig kleine Beutefische und eignen sich besonders für vertikale Präsentationen, das pelagische Angeln, Dropshot und Midstrolling.
Durch ihre geringe Eigenaktion reagieren diese Köder sehr präzise auf feine Rutenschläge. Sie sind eine gute Wahl, wenn die Räuber kleine Beutefische verfolgen oder stark arbeitende Köder ignorieren.
Gummiwürmer und Stickbaits für Finesse-Rigs
Gummiwürmer und Stickbaits besitzen meist eine einfache und längliche Körperform. Gerade diese zurückhaltende Optik macht sie an vielen Finesse-Rigs besonders erfolgreich. Sie können am Texas Rig, Carolina Rig, Ned Rig, Dropshot Rig oder nahezu schwerelos an einem Offset-Haken präsentiert werden.
Viele Modelle bewegen sich beim Absinken leicht taumelnd oder zittern bereits bei kleinsten Bewegungen. Sie eignen sich besonders für vorsichtige Barsche und Zander, können in größeren Ausführungen aber auch beim Hechtangeln eingesetzt werden.
Welche Gummiköder-Größe passt zum Zielfisch?
Gummiköder zwischen etwa 2 und 4 Inch sind besonders vielseitig und lassen sich in Kanälen, Flüssen, Seen, Häfen und Baggerseen einsetzen. Sie eignen sich vor allem für Barsche und Zander, können aber auch Forellen und andere kleinere Räuber ansprechen.
Köder unter etwa 15 cm werden besonders häufig auf Barsch und Zander eingesetzt. Ab etwa 15 cm rückt der Hecht stärker in den Mittelpunkt. Große Gummifische zwischen 15 und 25 cm erzeugen eine kräftige Silhouette und lassen sich am Jigkopf, Shallow Rig oder an Schraubsystemen präsentieren.
Die passende Ködergröße hängt jedoch nicht nur vom Zielfisch ab. Auch das vorhandene Beutespektrum, die Jahreszeit, die Sichttiefe und die Aktivität der Fische spielen eine wichtige Rolle. Große Räuber können zeitweise sehr kleine Köder bevorzugen, während kleinere Barsche durchaus voluminöse Gummifische attackieren.
Gummiköder am Jigkopf montieren
Die klassische Montage eines Gummiköders erfolgt an einem Jigkopf. Dabei wird der Haken mittig und gerade durch den Köder geführt. Eine schiefe Montage kann das Laufverhalten negativ beeinflussen und dazu führen, dass der Gummifisch rotiert oder unnatürlich durch das Wasser läuft.
Der Jighaken sollte nicht unnötig weit nach hinten reichen. Ein zu langer Haken kann die Beweglichkeit des Köderkörpers und des Schwanzes einschränken. Als ungefähre Orientierung gelten folgende Größen:
- Größe 4: circa 3–5 cm
- Größe 2: circa 4–6 cm
- Größe 1: circa 5–7 cm
- Größe 2/0: circa 7–10 cm
- Größe 3/0: circa 9–12 cm
- Größe 4/0: circa 11–15 cm
- Größe 5/0: circa 13–18 cm
- Größe 6/0: circa 15–21 cm
- Größe 8/0: circa 18–25 cm
Die Größenangaben sind lediglich Richtwerte. Jighaken können je nach Hersteller, Hakenform, Hakenbogen und Drahtstärke unterschiedlich ausfallen – ähnlich wie Schuhe verschiedener Marken. Auch ein schlanker Pintail benötigt häufig eine andere Hakengröße als ein breiter und hochrückiger Action Shad derselben Länge.
Weedless mit Offset-Haken angeln
In Kraut, Totholz und anderen hindernisreichen Bereichen können Gummiköder weedless auf einem Offset-Haken montiert werden. Dabei liegt die Hakenspitze eng am oder leicht im Köderkörper an. Beim Biss gibt das weiche Material nach und die Hakenspitze wird freigegeben.
Die passende Offset-Haken-Größe hängt nicht nur von der Köderlänge, sondern auch von der Breite, Höhe und Körperstärke des Gummiköders ab. Besonders breite oder stark gerippte Creature Baits benötigen ausreichend Platz im Hakenbogen, damit der Köder beim Biss nachgeben kann.
Das richtige Jigkopf- und Rig-Gewicht
Das Gewicht sollte grundsätzlich so leicht wie möglich, aber so schwer wie nötig gewählt werden. Entscheidend sind Wassertiefe, Wind, Strömung, Ködergröße und die gewünschte Führung. Beim Jiggen und Faulenzen muss der Grundkontakt noch zuverlässig wahrgenommen werden. Beim Midstrolling oder pelagischen Angeln ist dagegen häufig ein besonders leichter Kopf gefragt, damit der Köder möglichst langsam und natürlich durch die Wassersäule läuft.
Bei verschiedenen Finesse-Rigs angle ich besonders gerne mit Tungsten-Gewichten. Tungsten ist bei gleichem Gewicht deutlich kleiner als Blei und ermöglicht dadurch eine kompaktere und unauffälligere Montage. Durch das kleinere Volumen lassen sich die Gewichte häufig weiter und präziser werfen.
Tungsten ist außerdem deutlich härter als Blei und überträgt den Kontakt zu Steinen, Muscheln und anderen Bodenstrukturen besonders direkt. Das Material verformt sich kaum und ist dadurch formstabil und langlebig. Blei ist dagegen deutlich günstiger und in vielen Größen gut erhältlich.
Marius Expertentipps zur Köderwahl und Führung
Wenn ich ein Gewässer zunächst absuchen möchte, greife ich häufig zu einem Action Shad. Der Paddle Tail arbeitet bereits beim gleichmäßigen Einholen und ermöglicht es, unterschiedliche Tiefen und größere Wasserflächen schnell zu befischen. Habe ich die Fische gefunden oder reagieren sie vorsichtig, wechsle ich häufig auf einen Pintail, No-Action-Shad oder einen langsam geführten Creature Bait.
Craws und Creature Baits fische ich meistens deutlich langsamer als klassische Gummifische. Kleine Bewegungen und lange Pausen sind besonders am Texas Rig, Carolina Rig, Free Rig und Ned Rig häufig erfolgreicher als eine hektische Führung.
Pintails gehören für mich zu den vielseitigsten Ködern überhaupt. Sie funktionieren hervorragend am Dropshot Rig und beim Midstrolling, lassen sich aggressiv am Dart Jig oder beim Soft Jerking führen und eignen sich zudem sehr gut als Trailer für Chatterbaits und Spinnerbaits.
Bei Hechtgefahr sollte immer ein hechtsicheres Vorfach aus Stahl oder Titan verwendet werden. Bei größeren Gummifischen kann zusätzlich ein Stinger sinnvoll sein. Der Stinger wird passend zur Ködergröße eher in der hinteren Hälfte angebracht, während der Jig- oder Systemhaken nicht unnötig lang gewählt werden sollte. Der Stinger darf außerdem nicht zu straff montiert sein, da dies die Köderaktion beeinträchtigen kann.
Das zeichnet Gummiköder aus
- Große Auswahl an Formen, Größen und Laufverhalten
- Für Barsch, Zander, Hecht, Forelle und weitere Räuber geeignet
- Vom stark arbeitenden Action Shad bis zum dezenten Pintail erhältlich
- Zum Jiggen, Faulenzen und gleichmäßigen Einkurbeln geeignet
- Ideal für Dropshot, Midstrolling und moderne Finesse-Rigs
- Am Jigkopf, Offset-Haken oder verschiedenen Schraubsystemen montierbar
- Auch als Trailer für Chatterbaits und Spinnerbaits einsetzbar
- Für nahezu alle üblichen Gewässertypen geeignet
Häufige Fragen zu Gummiködern
Welcher Gummiköder eignet sich für Einsteiger?
Ein klassischer Action Shad ist besonders leicht zu führen, da sein Paddle Tail bereits beim gleichmäßigen Einkurbeln arbeitet. Dadurch eignet er sich hervorragend für den Einstieg in das Gummifischangeln.
Was ist der Unterschied zwischen Action Shads und Pintails?
Action Shads besitzen einen Paddle Tail und erzeugen bereits beim Einholen eine deutliche Eigenaktion. Pintails besitzen einen geraden, schmalen Schwanz und werden hauptsächlich durch Rutenschläge, Strömung oder feine Vibrationen animiert.
Welche Gummiköder eignen sich für Finesse-Rigs?
Besonders gut eignen sich Pintails, No-Action-Shads, Craws, Creature Baits, Würmer und kompakte Stickbaits. Die passende Form hängt vom verwendeten Rig, dem Gewässer und dem Verhalten der Fische ab.
Blei oder Tungsten – welches Material ist besser?
Tungsten ist bei gleichem Gewicht deutlich kleiner als Blei und sorgt für eine kompaktere, unauffälligere Montage. Das härtere Material bietet außerdem eine direktere Rückmeldung und verformt sich kaum. Blei ist dagegen günstiger und in vielen Größen gut verfügbar.
Welche Jighaken-Größe passt zum Gummiköder?
Die passende Größe richtet sich nach der Länge und Körperform des Köders. Größenangaben können nur als Richtwerte dienen, da Haken je nach Hersteller und Modell unterschiedlich ausfallen und schlanke Köder andere Anforderungen haben als breite oder hochrückige Gummifische.
Was ist das Fazit zu Gummiködern?
Gummiköder bieten für nahezu jeden Zielfisch und jede Angelsituation eine passende Lösung. Durch die Wahl der richtigen Form, Größe, Montage und Führung lassen sie sich vom aktiven Absuchen großer Wasserflächen bis zur langsamen Präsentation an einem kleinen Hotspot einsetzen.