Einhänge Gewichte | Jika Weights

Einhängegewichte und Jika Weights kaufen

Einhängegewichte und Jika Weights ermöglichen eine kompakte, bewegliche und schnell anpassbare Beschwerung von Offset-Montagen für Barsch und Zander.

Das Gewicht wird über eine Öse, einen Clip, einen Sprengring oder einen geeigneten Einhänger mit dem Haken verbunden. Gewicht und Gummiköder bleiben dabei voneinander getrennt beweglich. Der Softbait kann hinter dem Weight kippen, pendeln und beim Aufsetzen auf dem Grund eine natürliche Position einnehmen.

Besonders bekannt ist diese Art der Beschwerung vom Jika Rig. Einhängegewichte können je nach Ausführung aber auch für andere flexible Kunstködermontagen, Switch-Systeme oder als zusätzliche Beschwerung geeigneter Gummiköder eingesetzt werden. Entscheidend ist immer, dass Verbindung, Haken, Gewicht und Köder fachlich zusammenpassen.

Was ist ein Einhängegewicht?

Ein Einhängegewicht ist ein separates Angelgewicht mit einer fest integrierten Öse oder einem vergleichbaren Befestigungspunkt. Es wird nicht direkt auf die Schnur gezogen und auch nicht fest mit einem Haken vergossen.

Das Weight kann stattdessen in einen Clip, Sprengring oder eine passende Hakenverbindung eingehängt werden. Dadurch lässt sich das Gewicht schnell wechseln, ohne dass der Gummiköder neu aufgezogen oder die gesamte Montage neu gebunden werden muss.

Je nach Modell werden Einhängegewichte auch als Clip Weights, Switch Weights, Jika Weights, Hitcher Weights oder Chin Weights bezeichnet. Die konkrete Verwendung richtet sich nach Form, Öse und Befestigungssystem des jeweiligen Gewichts.

Das Jika Rig mit Einhängegewicht

Beim Jika Rig sitzt das Gewicht unmittelbar unterhalb oder vor dem Offset-Haken. Beide Komponenten werden über einen Sprengring, einen Clip oder eine andere bewegliche Verbindung zusammengeführt.

Durch diese kompakte Anordnung erreicht die Montage schnell den Grund. Der Haken bleibt trotzdem beweglich und kann sich hinter dem Gewicht aufrichten, zur Seite kippen oder dem Verlauf des Bodens folgen.

Das Jika Rig eignet sich besonders für die grundnahe Präsentation an Kraut, Steinen, Holz, Muschelbänken und anderen Strukturen. Der Köder kann mit kleinen Sprüngen, kurzen Zugbewegungen oder nahezu auf der Stelle geführt werden.

Vorteile beweglicher Einhängegewichte

  • Gewicht und Haken lassen sich getrennt auswählen
  • Schneller Wechsel zwischen verschiedenen Gewichtsstufen
  • Der Offset-Haken bleibt beweglich
  • Gummiköder können freier kippen und spielen
  • Kompakte Montage für die grundnahe Führung
  • Geeignet für Kraut, Holz und strukturreiche Bereiche
  • Stumpfe oder beschädigte Haken lassen sich separat ersetzen
  • Dasselbe Weight kann mit unterschiedlichen Ködern kombiniert werden

 

Die freie Verbindung ist besonders bei Craws, Creature Baits, Würmern und anderen kompakten Softbaits interessant. Nach dem Aufsetzen des Gewichts kann der Köder weiterarbeiten, ohne starr in einer Linie mit einem festen Jigkopf zu liegen.

Einhängegewichte aus Blei

Einhängegewichte aus Blei sind preisgünstig und vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich besonders für hängerreiche Bereiche, in denen gelegentlich mit einem Verlust gerechnet werden muss.

Blei besitzt eine geringere Dichte als Tungsten. Ein Bleigewicht ist bei gleichem Gewicht deshalb größer. Das weichere Material überträgt Kontakte mit Kies, Steinen und Muscheln etwas gedämpfter.

Für den Einstieg, für unbekannte Angelstellen und für Gewässer mit vielen Hindernissen sind Bleimodelle eine praktische und wirtschaftliche Wahl.

Tungsten Jika Weights

Tungsten besitzt eine hohe Dichte und ermöglicht bei gleichem Gewicht eine kompaktere Bauform. Das ist besonders bei Jika-Montagen von Vorteil, die gezielt zwischen Pflanzen, Steinen oder anderen Hindernissen geführt werden.

Das harte Material überträgt Bodenkontakte besonders direkt. Kies, Muscheln, einzelne Steine und weiche Untergründe lassen sich mit einer sensiblen Rute genauer voneinander unterscheiden.

  • Blei: preisgünstig und sinnvoll bei hohem Hängerrisiko
  • Tungsten: kompakter und besonders sensibel
  • Kleine Bauform: gleitet leichter durch enge Lücken
  • Hartes Material: direkte Rückmeldung vom Gewässergrund

 

Längliche Jika Weights

Längliche und stabförmige Jika Weights eignen sich besonders für Steinpackungen, Kraut und groben Untergrund. Beim Ziehen richten sie sich in Bewegungsrichtung aus und gleiten vergleichsweise gut durch schmale Zwischenräume.

Die Form kann das Hängerrisiko zwischen Steinen reduzieren. Vollständig hängerfrei ist die Montage allerdings nicht. Wird ein langes Gewicht quer in eine enge Spalte gezogen, kann es sich ebenfalls verklemmen.

In Kraut dringen schlanke Weights leichter durch kleine Lücken. Die kompakte Verbindung zum Offset-Haken hilft dabei, Gewicht und Köder gemeinsam durch die Pflanzen zu führen.

Runde und tropfenförmige Einhängegewichte

Runde und tropfenförmige Modelle bieten eine kompakte Gewichtsverteilung und ein kontrolliertes Absinken. Sie eignen sich besonders für Sand, Kies, gemischten Untergrund und relativ offene Gewässerbereiche.

Eine breite Tropfenform kann auf weichem Grund weniger tief einsinken als ein sehr schmales Gewicht. Runde Modelle rollen und kippen dagegen leichter über kleinere Unebenheiten.

Zwischen großen Steinen besteht bei breiten oder kugelförmigen Gewichten ein erhöhtes Risiko, dass sie sich in tiefen Spalten festsetzen.

Chin Weights als zusätzliche Beschwerung

Bestimmte kompakte Einhängegewichte können als Chin Weight unterhalb des Kopfbereichs eines Gummiköders befestigt werden. Dadurch lässt sich ein Softbait tiefer führen oder seine Absinkgeschwindigkeit anpassen.

Der genaue Einsatzzweck hängt vom Befestigungssystem des jeweiligen Modells ab. Nicht jedes Jika Weight ist automatisch für jede Chin-Weight- oder Shallow-Rig-Montage geeignet.

Vor dem Einsatz sollte geprüft werden, ob Clip, Öse, Sprengring und Haken zur Belastung der Montage sowie zur Größe des verwendeten Gummiköders passen.

So leicht wie möglich und so schwer wie nötig

Das Einhängegewicht sollte grundsätzlich so leicht wie möglich und nur so schwer wie notwendig gewählt werden. Ein leichtes Weight verlängert die Absinkphase und ermöglicht eine besonders sensible Köderführung.

Das Gewicht muss den gewünschten Bereich jedoch sicher erreichen. Bei größerer Tiefe, starkem Gegenwind, weiten Würfen oder Strömung sollte deshalb schrittweise schwerer gefischt werden.

Da der Haken beweglich mit dem Weight verbunden ist, bleibt der Gummiköder auch mit einem etwas schwereren Gewicht flexibler als an einem starren Jigkopf. Ein höheres Gewicht verkürzt trotzdem die Absinkphase und sorgt für einen härteren Bodenkontakt.

Welches Jika-Weight-Gewicht passt?

Die passende Beschwerung richtet sich nach Tiefe, Wind, Strömung, Wurfweite, Schnurdurchmesser sowie Größe und Wasserwiderstand des Gummiköders.

Ein breiter Craw mit großen Scheren erzeugt mehr Wasserwiderstand als ein schlanker Pintail oder Wurm. Derselbe Angelplatz kann deshalb mit unterschiedlichen Ködern verschiedene Gewichte erfordern.

Jika Weights am Kanal

Am Kanal sind beim grundnahen Angeln auf Barsch und Zander häufig Gewichte von etwa 5 g bis 10 g passend. In flachen Randbereichen und bei wenig Wind können 3,5 g bis 7 g ausreichen.

An tieferen Spundwänden, in Fahrrinnen oder bei größerer Wurfweite bieten 9 g bis 11 g häufig mehr Kontrolle. Bei starkem Gegenwind kann auf 14 g oder mehr erhöht werden.

Das Gewicht sollte sicher den Grund erreichen, ohne die Montage bei jedem kleinen Rutenschlag unnötig weit aus der produktiven Zone zu bewegen.

Einhängegewichte im Fluss

Im Fluss muss die Beschwerung an den tatsächlich befischten Strömungsbereich angepasst werden. In Bereichen mit wenig bis mittlerer Strömung können etwa 10 g bis 20 g erforderlich sein.

In stärkerer Strömung sind je nach Köder, Tiefe und Wurfweite auch etwa 14 g bis 28 g oder mehr möglich. Hinter Buhnen, in Kehrströmungen und dicht am Ufer reicht häufig deutlich weniger Gewicht.

Das Weight darf sich leicht mit der Strömung versetzen. Es sollte aber nicht so leicht gewählt werden, dass ein kontrollierter Bodenkontakt und eine eindeutige Bisserkennung nicht mehr möglich sind.

Jika Weights im See

Im See bestimmen vor allem Wassertiefe, Wind und Wurfweite das notwendige Gewicht. Bei ungefähr 3 m Tiefe sind 5 g bis 7 g häufig ein guter Ausgangspunkt.

Bei etwa 5 m Tiefe passen oft 7 g bis 10 g. In Tiefen von mehr als 5 m können ungefähr 10 g, 14 g oder 15 g sinnvoll sein.

Bei starkem Gegenwind, großer Wurfweite oder sehr voluminösen Ködern darf das Gewicht erhöht werden, bis die Montage sicher kontrollierbar ist.

Passende Offset-Haken verwenden

Jika Weights werden typischerweise mit einem Offset-Haken kombiniert. Der Gummiköder wird so montiert, dass die Hakenspitze eng am Körper anliegt oder leicht im Material verborgen bleibt.

Dadurch lässt sich die Montage vergleichsweise hängerarm durch Kraut, zwischen Ästen und an anderen Hindernissen entlang führen. Beim Biss muss sich der Softbait ausreichend zusammendrücken lassen, damit die Hakenspitze frei greifen kann.

Der Hakenbogen muss zur Körperhöhe des Köders passen. Bauchige Craws und Creature Baits benötigen meist einen Wide-Gap-Haken, während schlanke Würmer und Pintails auch mit einer schmaleren Hakenform gefischt werden können.

Welche Gummiköder passen zu Jika Weights?

Craws und Creature Baits gehören zu den wichtigsten Ködern für Jika-Montagen. Ihre Scheren, Fühler und Beine arbeiten bereits bei kleinen Bewegungen.

Pintails erzeugen wenig Wasserwiderstand und folgen dem Gewicht direkt durch Kraut und zwischen Steinen.

V-Tails und No-Action-Shads bieten eine dezente Beutefischsilhouette und eignen sich für vorsichtige Barsche und Zander.

Auch Würmer, Tubes und andere offsettaugliche Softbaits können verwendet werden. Der Köder muss gerade montiert sein und ausreichend Platz im Hakenbogen lassen.

Jika Weights für Barsch

Jika-Montagen sind besonders interessant beim gezielten Angeln auf Barsche. Der Köder kann kompakt am Grund angeboten und mit kleinen Bewegungen durch Kraut, Holz und zwischen Steinen geführt werden.

Passende Gummiköder für Barsch reichen von kleinen Craws und Creature Baits bis zu Pintails, V-Tails und Würmern.

Gewichte zwischen etwa 3,5 g und 7 g decken viele flache Situationen ab. Bei Wind, Tiefe, Strömung oder größerer Distanz kann auf 9 g, 11 g oder mehr erhöht werden.

Jika Weights für Zander

Auch Zander lassen sich mit Einhängegewichten und einer passenden Offset-Montage gezielt befischen. Besonders an Steinpackungen, Muschelbänken, Spundwänden und langsam abfallenden Kanten ist eine kompakte grundnahe Präsentation interessant.

Schlanke Gummiköder für Zander erzeugen wenig Wasserwiderstand und lassen sich kontrolliert an Kanten sowie über hartem Grund führen.

Am Kanal sind 5 g bis 10 g häufig eine gute Ausgangsbasis. Im Fluss oder bei starkem Gegenwind kann deutlich mehr Gewicht erforderlich werden.

Das Jika Rig richtig führen

Nach dem Auswerfen wird das Gewicht kontrolliert zum Grund sinken gelassen. Anschließend kann die Montage mit kleinen Sprüngen, kurzen Zugbewegungen oder feinem Zittern geführt werden.

Nach jeder Bewegung sollte eine Pause folgen. Das Weight liegt am Grund, während sich der bewegliche Haken und der Gummiköder noch ausrichten können.

Auf Kies, Sand und Muscheln kann die Montage langsam geschliffen werden. Zwischen großen Steinen sollte das Gewicht dagegen vorsichtig angehoben werden, damit es sich nicht tief in einer Spalte festsetzt.

Bisse erkennen und den Haken setzen

Bisse können als deutliches Klopfen, plötzliches Gewicht oder seitliches Wandern der Schnur auftreten. Viele Fische nehmen den Köder in einer Pause oder direkt nach dem Aufsetzen auf.

Bei einem verdächtigen Kontakt wird kontrolliert Schnur aufgenommen. Ist ein Fisch zu spüren, wird der Offset-Haken mit einem bestimmten und durchgezogenen Anhieb gesetzt.

Der Haken darf nicht durch einen zu breiten Gummiköder abgeschirmt werden. Zwischen Köderkörper und Hakenbogen muss ausreichend Freiraum bleiben.

Verbindungen regelmäßig kontrollieren

Sprengringe, Clips, Ösen und Haken werden beim Wurf, beim Kontakt mit Hindernissen und im Drill belastet. Alle Verbindungsteile sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden.

Eine beschädigte oder scharfkantige Öse kann Vorfachmaterial schwächen. Aufgebogene Sprengringe und Clips müssen ersetzt werden.

Auch die Hakenspitze sollte nach Kontakten mit Steinen und Muscheln geprüft werden. Eine stumpfe Spitze verschlechtert die Bissverwertung deutlich.

Häufige Fehler bei Einhängegewichten

  • Ein ungeeignetes Gewicht für das verwendete Befestigungssystem einsetzen
  • Sprengringe, Clips und Ösen nicht aufeinander abstimmen
  • Ein unnötig schweres Weight verwenden
  • Bei Wind oder Strömung zu leicht fischen und den Grundkontakt verlieren
  • Die Gewichtsform nicht an den Untergrund anpassen
  • Runde Gewichte dauerhaft durch enge Steinspalten ziehen
  • Einen zu kleinen Offset-Haken für einen breiten Softbait wählen
  • Die Hakenspitze zu tief im Gummiköder verbergen
  • Den Köder schief oder verdreht montieren
  • Nach dem Aufsetzen keine Pause einlegen
  • Beschädigte Clips und Sprengringe weiterverwenden
  • Stumpfe Hakenspitzen nicht kontrollieren

 

Marius’ Praxistipps für Einhängegewichte und Jika Weights

Ich wähle das Einhängegewicht so leicht wie möglich. Es muss aber sicher den Grund erreichen und mir auch bei Wind oder Strömung eine kontrollierte Führung ermöglichen.

Der größte Vorteil liegt für mich in der Flexibilität. Ich kann das Gewicht wechseln, ohne den Gummiköder vom Haken zu nehmen oder die komplette Montage neu aufzubauen.

Auf Steinpackungen und in Kraut bevorzuge ich schlanke Jika Weights. Auf Sand, Kies und gemischtem Grund sind tropfenförmige Modelle gute Allrounder.

Am Kanal beginne ich häufig mit 5 g bis 7 g. Bei Wind, tieferer Fahrrinne oder größerer Distanz erhöhe ich auf 9 g, 11 g oder 14 g.

Bei breiten Craws und Creature Baits achte ich besonders auf einen ausreichend großen Hakenbogen. Die Hakenspitze muss beim Biss frei aus dem Gummiköder austreten können.

Nach jedem Wechsel prüfe ich, ob Weight, Clip, Sprengring und Haken sicher verbunden sind. Eine bewegliche Montage bringt nur Vorteile, wenn alle Verbindungsteile der Belastung standhalten.

Nach dem Bodenkontakt lasse ich den Köder kurz stehen. Das Gewicht liegt bereits unten, während sich Haken und Softbait noch bewegen und ausrichten können.

Einhängegewichte und Jika Weights bieten eine flexible und bewegliche Beschwerung für Offset-Montagen. Mit einer passenden Gewichtsform, sicheren Verbindungsteilen und einem auf Tiefe, Wind und Strömung abgestimmten Gewicht lassen sich Barsche und Zander gezielt an Kraut, Holz, Steinen und anderen Strukturen befischen.